Aus dem Schulleben

Mathe-Camp und Mathematik-Olympiade

Janne Ahlswede (Jg. 9)
Freitag, 29. Mai 2015




Zum Mathe-Camp können interessierte und mathematikbegabte Schülerinnen und Schüler fahren, um dort mit vielen Aufgaben aus unterschiedlichen Gebieten der Mathematik gefordert zu werden. In diesem Jahr fand das Mathe-Camp vom 22. bis zum 24. Januar in der Jugendherberge an der Thülsfelder Talsperre statt; von unserer Schule waren wir mit drei Schülerinnen und Schülern dabei.

Für viele der Teilnehmer galt diese Veranstaltung außerdem als Vorbereitung für die Mathematik-Olympiade, deren Landesrunde Niedersachsen am 20. und 21. Februar in Göttingen stattfand. Ich durfte daran teilnehmen, nachdem ich zuvor die Schulrunde und die Regionalrunde erfolgreich bestritten hatte. Die zwei vierstündigen Klausuren wurden an der mathematischen Fakultät der Universität Göttingen geschrieben. Bis zum Schluss des Wettbewerbs gab es außerdem ein breites Veranstaltungsangebot. Die Siegerehrung wurde, passend zum hohen Aufwand der vielen Schülerinnen und Schüler, sehr zeremoniell gestaltet.

Es war eine großartige Erfahrung, an einem derartigen Wettbewerb teilnehmen zu dürfen.

Oberstufentriathlon

Robert König, Tobias Jander
Donnerstag, 21. Mai 2015
Liebe Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs,

auch in diesem Jahr ist es wieder soweit: Der Triathlon der Oberstufe geht am Dienstag, den 14. Juli 2015 in die nächste Runde. Dabei gilt es, die Ausdauerdisziplinen Schwimmen (300m), Radfahren (ca. 11km) und Laufen (4km) miteinander zu kombinieren. Es ist allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern freigestellt, entweder allein alle drei Disziplinen zu absolvieren oder in einem Dreier-Staffel-Team, so dass jedes Staffelmitglied jeweils eine Disziplin übernimmt. Im Anschluss an den Triathlon findet ein informelles Turnier in verschiedenen „Beachgames“ (Beachvolleyball, Beachsoccer oder Ultimate Frisbee) statt.

Unter folgendem Link werdet ihr umfassend informiert und könnt euch mit Hilfe eines individuellen Passworts, das ihr im Seminarfach von den Mitgliedern des Sportkurses erhaltet, anmelden: http://triathlon.ichbinmartin.de/

Für den 11. Jahrgang besteht Teilnahmepflicht. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht aktiv teilnehmen kann, teilt dies bitte Herrn König per Attest mit und wird dann als Helferin bzw. Helfer eingesetzt. Auch Helferinnen oder Helfer müssen sich über die Homepage anmelden. Bitte meldet euch spätestens bis zum 10. Juli an!
Eine freiwillige Teilnahme diesjähriger Abiturientinnen und Abiturienten sowie ambitionierter Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs ist selbstverständlich auch möglich (Kontakt: koenig@gym-wst.de).

Wir freuen uns auf euch und einen gemeinsamen Sporttag an unserer Hössen!

Eure „Ausdauerkurse“

Förderkreis finanziert Equipment für den neuen Probenraum der Arbeitsgemeinschaft Rockmusik

Dagmar Schlichting, AG Rockmusik
Dienstag, 12. Mai 2015




Jetzt ist es endlich soweit: Die AG Rockmusik bekommt ihren eigenen Probenraum!

Nach vielen Jahren, in denen die Rockmusikerinnen und -musiker des Gymnasiums Westerstede ihr gesamtes Equipment jeden Freitagnachmittag in einem Klassenraum im Z-Bau auf- und nach der Probe wieder abbauen und verstauen mussten, wird die Arbeitsgemeinschaft jetzt ihr neues Zuhause in der Alten Aula finden. Ende April begann der Umzug mit allen Verstärkern, Lautsprecherboxen, Instrumenten, Mikrophonen, Kabeln, dem Mischpult und dem Schlagzeug.

Die Anschaffung all dieser Dinge wurde in den vergangenen Jahren durch den Förderkreis großzügig finanziell unterstützt. Gerade im Februar hat der Förderkreis einen neuen E- Bass, einen Bassverstärker und neue Kabel finanziert. Herzlichen Dank dafür!

Was man nicht alles für seine Zukunft tun kann: Mit Frau Kemnitz in Groningen

Lena, Jg. 12
Donnerstag, 23. April 2015




Man muss ja schon leicht übergeschnappt sein, wenn man morgens um 5 Uhr aufsteht, nur um sich eine Uni anzugucken. Aber wie Frau Kemnitz es so schön zu der deutschen Studentin in der Groninger Hanze University sagte: „Das hier ist die Elite.“ Und wie ich so schön hinzufügte: „Die Elite derjenigen, die keinen Plan von ihrer Zukunft haben.“

Aber von Anfang an. Einige Wochen vor dem 7. März standen meine Freundin und ich in der Pausenhalle vor der Liste, in die man sich als Oberstufenschüler eintragen sollte, wenn man beim Tag der offenen Tür der Hanze University in Groningen dabei sein wollte. Saskia war grundsätzlich für fast alles zu begeistern und auch ich war von der Idee sehr angetan. Als einige Tage später die Liste im Seminarfach rumgegeben wurde, und sich eine weitere Freundin von mir spontan eintrug, zog ich mit. Ich hatte noch nie eine Universität von innen gesehen und Holland fand ich schon immer super. Eine Gelegenheit, einen Tag in Groningen zu verbringen, sollte man doch ergreifen, oder? Here we go. Nachdem auch Saskia zugesagt hatte, stand es also fest.

Und ja, ich bin wirklich verdammt nochmal an einem Samstagmorgen um 5 Uhr aus dem Bett gerollt. Mit Betonung auf gerollt, denn ich weiß nicht mehr, ob ich gerade stand. Haare waschen, Tee in eine Thermoskanne füllen, Haare föhnen, Tasche packen, umziehen und Schuhe an. Um zwanzig vor sechs verließ ich das Haus und traf auf eine lebensmüde Katze, die wohl auch einen guten Grund hatte, samstagmorgens vor Sonnenaufgang unterwegs zu sein. Vielleicht war sie auch einfach nur feiern und hatte vergessen, wie man ein Taxi ruft. Jedenfalls ging es dieser Katze besser als mir, denn sie sah nicht aus wie ein Neugeborenes, das die Augen noch nicht richtig aufmachen kann. Zusammen mit Saskia und ihrem Papa, der sich wohl in demselben Zustand wie die Katze befand, fuhren wir nach Apen und trafen dort auf den Rest der Elite. Neun Leute plus Frau Kemnitz standen zitternd in der kalten Morgenluft und warteten auf den Busfahrer des Public Express, der sich doch tatsächlich die Freiheit herausnahm, in der Tanke weiter zu frühstücken. Als er schließlich gut gelaunt und überschwänglich herauskam und ein wenig überrascht dreinschaute, da er wohl so früh keine Fahrgäste erwartet hatte, konnten wir endlich einsteigen. Auf der Außenwand des Busses stand was von Gratis-W-LAN, aber es funktionierte nicht. Nicht, dass das wichtig ist, aber ich wollte rausfinden, warum eine Fahrt nach Groningen gleich 15 Euro kosten musste. Das nicht funktionierende W-LAN war jedenfalls nicht der Grund dafür.

Trotz der frühen Morgenstunde waren Saskia und ich erstaunlich gesprächig. Nach eineinhalb Stunden Fahrt stiegen wir vor dem Hauptbahnhof in Groningen aus und standen vor einem gut gelaunten, vermutlich frisch geduschten Studenten, der uns fröhlich erklärte, dass der Tag ja erst um 10 beginnen würde und wir auf jeden Fall noch Zeit hätten, Kaffee zu trinken. Es war gerade mal 8 Uhr. Um die Zeit fängt für gewöhnlich die Schule an, verdammt nochmal! Nach einem viertelstündigen Break in einem Starbucks Café, in dem sich ein paar von uns umständlich bei der freundlichen niederländisch sprechenden Bedienung einen kleinen Kaffee bestellt und dafür einen Becher von der Größe eines kleinen Eimers bekommen hatten, stiegen wir in den Bus, den uns der freundliche, frisch geduschte Student gezeigt hatte und der uns zur Uni bringen würde. Busfahren war an dem Tag für die Besucher umsonst, was ich als einen dicken Pluspunkt empfand, der eventuell sogar die bescheuerten dreißig Euro für die Hin- und Rücktour wettmachen würde.

Ob man es glaubt oder nicht, ich war trotz all des Sarkasmus, der sich in meinem inneren Monolog abspielte und den man möglicherweise auch hier heraushört, ziemlich gut drauf. Wir alle waren ziemlich gut drauf, ich war begeistert von den Mitfahrern meiner Gruppe. Wir erzählten uns auf der Busfahrt lustige Geschichten und all sowas. Mareike sprach zum Beispiel von ihrer eigensinnigen Hündin Holly, die man zuerst rufen müsse, dann müsse man sich umdrehen und weggehen, damit Holly das Gefühl habe, dass es ihre eigene Entscheidung sei, nachzukommen. Ich weiß, ich weiß, aber Mareike kann es auch besser erzählen. Wir stiegen irgendwo aus und Frau Kemnitz erinnerte sich, dass wir zu einem grünen Turm mussten. Der war nicht zu übersehen, da er sehr ungewöhnlich gebaut ist. Und weil er grün ist. Aber er stand merkwürdig schief, und wie Mareike es so schön sagte, sah er irgendwie „hingefallen“ aus. Schöne Personifikation! Wir also auf den Turm zu, und da befanden wir uns anscheinend auch schon auf dem Campus. Aber so richtig registrieren taten wir das noch nicht, denn wir wussten noch gar nicht, dass dies überhaupt schon das Gelände der Hanze war. Im Inneren wurden wir dann von Mark, dem frisch geduschten Studenten, erneut begrüßt, und er zeigte uns das Atrium, also die Eingangshalle. Dort warteten wir eine Weile, bis wir in einen Aufenthaltsraum (oder so ähnlich) kamen, kurz bevor wir in die Aula für den Begrüßungsvortrag gingen. Wir unterhielten uns zuvor mit ein paar Studenten, deutschen Studenten, und tranken Tee und Kaffee. Es waren zwar winzige Pappbecher, aber ich hatte so einen Kohldampf, dass es mir egal war: Vielleicht konnte ja ein wenig Tee meinen Magen füllen. Das klappte dann aber doch nicht so recht.

Der Vortrag war, wie ein Vortrag eben sein sollte. Zunächst sprach der Leiter der Universität, in sehr gutem Englisch, und gab eine Einleitung, in der er all die Vorteile der Uni aufzählte. Daraufhin sprach eine Dozentin, in ziemlich gutem Deutsch, und dann erzählten uns die Studenten, darunter Mark, etwas aus ihrer Sicht. Die Vorträge waren gut und sehr informativ. Hier das Wichtigste und das, was mir sonst noch im Gedächtnis geblieben ist, zusammengefasst: Die Hanze University hat über 300 Partneruniversitäten auf der ganzen Welt. Der Unterricht ist sehr praktisch orientiert, d.h. man geht nicht einfach zur Uni, hört sich Vorträge an und muss dann alles Zuhause nacharbeiten, sondern an macht auch Gruppenarbeit und Ähnliches. Es ist sehr viel weniger verklemmt als an einer deutschen Uni. Man duzt sich auch hin und wieder mit den Dozenten und ihre Türen stehen immer offen, während man in Deutschland zwei Wochen auf einen Termin warten muss, wenn man mal mit jemandem sprechen will. Außerdem unterrichten die Dozenten hier freiwillig, während die Professoren in Deutschland dies eher nur tun, weil sie neben ihrer Forschungsarbeit dazu verpflichtet sind.

Nach dieser Einführung konnten wir uns die unterschiedlichen Fakultäten aussuchen und uns diese ansehen. Die meisten Besucher gingen zu International Business. Dies ist auch der beliebteste Zweig an der Uni, wegen den vielen Partneruniversitäten, und der Abschluss ist sehr angesehen. Ich aber hatte kein Interesse an dieser Fakultät, ich war schon immer mehr an der Sozialpädagogik interessiert und ging also mit dieser Gruppe mit. Die meisten der Anwesenden wollten allerdings Psychologie studieren, wie ich später erfuhr, was auch Teil dieser Fakultät war. Ich könnte jetzt noch viel erzählen, über weitere Vorträge und alles, aber so spannend waren die jetzt auch nicht. Jedenfalls nicht für euch, ich fand sie sehr aufschlussreich und beeindruckend. Allein der Campus hat mich umgehauen. Die Fakultätsgebäude sehen von innen ziemlich schick aus, und auch das restliche Gelände ist sehr sauber und gut gepflegt. Es gibt sehr viele Sportmöglichkeiten, beispielsweise im Zentrum für Sportwissenschaften, wo man außerhalb des Unterrichts trainieren darf. Auch ein Fußballplatz und sogar ein Tennisplatz sind vorhanden. Die Universität mag zwar was kosten, aber immerhin bekommt man dafür etwas geboten.

Was noch interessant sein könnte, ist die Frage der Sprache. Nicht jeder kann Niederländisch, das ist klar, aber es sind so viele Deutsche an der Uni, dass dies kein großes Problem zu sein scheint. Und nicht nur Deutsche, es kommen Leute aus aller Welt hierher. Um die Sprache zu lernen, macht man vor Studienbeginn einen vierwöchigen Intensivsprachkurs und legt vier Prüfungen ab, um ein Diplom zu erhalten, das einem dann erlaubt, an der Hanze zu studieren. Nachdem Kea und ich zusammen bei der Sozialpädagogik gewesen waren, wollte sie sich gerne noch Diätetik und Ernährungswissenschaften angucken. Dazu mussten wir uns umständlich auf Englisch beraten lassen, wo das Gebäude dafür war und in welchen Bus wir einsteigen mussten. Offen gesagt stiegen wir einfach in irgendeinen Bus ein, in den auch andere Besucher einstiegen. Diese konnte man anhand der orangenen Beutel erkennen, die zu Beginn der Veranstaltung verteilt worden waren. Als wir einstiegen, hatten wir natürlich keinen Plan, wo wir austeigen mussten. Also mussten wir raten. Schließlich fand ich einen Plan am Fenster und las die Straße vor, Roitstraat oder so, wo wir wohl austeigen mussten. Als ich die Straße laut aussprach und dazu sagte, dass das wohl nicht hier wäre, meldete sich die Niederländerin vor uns, machte wirbelnde Handbewegungen und sagte mehrmals „Roitstraat, Roitstraat!“ Wir sprangen auf und rannten noch rechtzeitig zur gerade schließenden Tür. Dann folgten wir den anderen Studenten und schafften es schließlich zum entsprechenden Unigebäude. Auch darüber könnte ich euch ziemlich viel erzählen, aber bis auf das Trimmrad mit dem Mixer auf dem Gepäckträger sage ich jetzt mal nichts. Am besten ist es, wenn jeder mal selbst zum Tag der offenen Tür geht.

Als wir zurückfuhren, hatten wir ein bisschen Sorge, dass wir die anderen verpassen würden, denn um 15 Uhr begann die Stadtführung. Wir kamen fünf Minuten zu spät und passten die anderen, die wohl ein bisschen besorgt um uns schienen, gerade noch auf dem Platz vor dem Haupteingang ab. Nur Frau Kemnitz kam herausgeschlendert und schien sich weniger Gedanken um uns gemacht zu haben: „Eure Buskarten!“, verkündete sie, und während wir noch schnell zur Toilette sprinteten, gingen sie schonmal zum Bus, der in die Innenstadt fuhr. Von der Stadtführung seilten wir uns ab, denn wir hatten Hunger und es gab ein Pfannkuchenschiff, wo wir unbedingt hinwollten. Und verdammt, war das lecker. Wer jemals Pfannkuchen in Kombination mit Schiff hört, sollte sofort reagieren! Sowas kann nur gut enden! Nach einem reichhaltigen und sehr späten (15:30 Uhr) Mittagessen hatten wir endlich wieder die Kraft, uns noch einmal aufzuraffen und die Innenstadt zu erkunden, obwohl unsere Füße bluteten. Aber da ich dann auch noch einen Churros-Laden fand (man muss ja essen...) und den Tag mit dem Gedanken abschließen konnte, dass es schon ziemlich toll sein muss, hier zu studieren, war alles schnell verziehen.

Groningen ist eine Fahrradstadt, was mir als positiv auffiel, denn ich liebe es Rad zu fahren. Die Niederländer sind viel lockerer als die Deutschen und überaus weltoffen und tolerant. Außerdem ist das Schulsystem besser aufgebaut und organisiert. Also warum nicht? Sogar Saskia konnte umgestimmt werden, die sich zuvor schon einer ganz anderen Uni verschrieben hatte. Eine neue Sprache kann man dazu ebenfalls lernen, und dass ist doch eine Herausforderung, die für viele von uns intererssant ist. Viele wollen ins Ausland gehen, als Au Pair oder mit Work and Travel, aber wieso nicht gleich dort studieren? Klar, Groningen ist jetzt keine Weltreise, aber obwohl es so nah dran ist, ist es doch ganz woanders. Und wenn man Hemmungen hat, da man zwar ins Ausland will, aber gleichzeitig nicht seine Freunde oder Familie für eine so lange Zeit verlassen möchte, ist dies die ideale Lösung. Ich würde mich riesig darüber freuen, dort zu studieren, den Groningen ist eine wundervolle Studentenstadt und hat ordentlich was zu bieten. Wer eine Herausforderung sucht, sollte sich wirklich entscheiden, hier zu studieren. Aber am besten geht man selbst zum Tag der offenen Tür, im Jahr 2016. Und allein, oder mit Freunden! Das ist etwas anderes, als wenn man mit den Eltern dort hingeht. Ich für meinen Teil war lockerer und selbstständiger, als wenn meine Mutter hinter mir gestanden hätte. Der Tag war einfach spitzenmäßig, auch wenn wir um fünf Uhr aufstehen mussten, und mit den richtigen Leuten macht sowieso alles Spaß. Da verging die Zeit wir im Fluge und wir konnten uns getrost und mit angenehm schmerzenden Beinen ins Bett fallen lassen. Und das nicht ohne den Gedanken, dass wir einen spannenden, aufregenden Tag hatten, der noch dazu wirklich informativ war.

Auf den Spuren der Moorsoldaten – Besuch der Gedenkstätte Esterwegen

Mareike Tillmans und Sonja Pleis (Jg. 12)
Mittwoch, 15. April 2015




Nachdem bereits am Dienstag, 3. März zwei Geschichtskurse unserer Schule mit Frau Seeba und Herrn Tegeler in Esterwegen gewesen waren, machten wir – drei Geschichtskurse des 12. Jahrgangs – uns in Begleitung von Frau Manßen und Frau Hackbarth am Donnerstag, 5. März ebenfalls auf den Weg zum ehemaligen Konzentrationslager Esterwegen, das nahe Papenburg liegt und als Gedenkstätte ein Ziel für Geschichtsexkursionen des Gymnasiums ist. Zunächst wurden wir durch einen bebilderten Vortrag von Frau Mithöfer in das Thema eingeführt. Wir erfuhren einiges über die Geschichte und den Charakter des Konzentrationslagers und hörten auch eine neue Version des Liedes der Moorsoldaten, welches den Überlebenswillen der damaligen Häftlinge widerspiegelt. In diesem Lied besangen die Häftlinge ihre alltägliche, harte Moorarbeit, die sie zu verrichten hatten, und die etliche Gefangene mit dem Leben bezahlen mussten. Im Anschluss an diese Einführung durften wir mit eigenen Interessensschwerpunkten die eigentliche Ausstellung erkunden. In dieser konnte die Geschichte der Emsland-Konzentrationslager, zu denen auch Esterwegen zählte, ebenso nachvollzogen werden wie auch Biografien und Erfahrungsberichte von Zeitgenossen und ehemaligen Insassen des Konzentrationslagers. Hierzu bestand neben dem Betrachten von Bildern und dem Lesen von Texten an Schautafeln die Möglichkeit, Interviews anzuhören und Filmsequenzen anzuschauen.
Ein kleiner Teil unserer Gruppe hatte die Ausstellung schon zwei Jahre zuvor besucht, sodass sie die Aufgabe bekam, etwas über die Art der Gestaltung der Gedenkstätte zu erkunden und dies im Anschluss daran vorzustellen. Dafür begaben wir uns auf das Außengelände. Dort erfuhren wir, dass das Außengelände bewusst so gestaltet ist, dass jedem Besucher eigene Assoziationen und Interpretationen möglich sind. Es wurde beispielsweise keine Wohnbaracke nachgebaut, sondern Baumgruppen sind so angeordnet, dass sie die Umrisse solcher Baracken darstellen, damit man sich lediglich die Anordnung des Geländes vorstellen kann. In der Zeit des Nationalsozialismus war das gesamte Gelände von einer hohen Mauer umgeben, sodass den Insassen eine Flucht kaum möglich war. Diese Mauer wird lediglich an manchen Stellen durch rostige Stahlwände angedeutet.
Im Anschluss an die Betrachtung des Außengeländes wurde uns, ebenfalls durch kurze Vorträge einiger Schüler, etwas über das Lager in der Zeit nach 1945 berichtet. Wir erfuhren, dass es nach Ende des Krieges zunächst von ehemaligen Häftlingen bewohnt und später von der Bundeswehr in umgebauter Form genutzt wurde. Erst 2006 begannen die Arbeiten an der Gestaltung des Geländes zu einer Gedenkstätte.
Zum Abschluss der Exkursion sahen wir einen Dokumentarfilm aus dem Jahr 1991 über ein Treffen der „Moorsoldaten“, der aufgrund der vielen Interviews mit ehemaligen Häftlingen sehr emotional und dabei überaus interessant war und das bis dahin Erfahrene abrundete.

Neuer Musikschrank in Apen

Außenstelle Apen
Mittwoch, 11. März 2015




Über einen neuen Musikschrank in Apen freuen sich die Schülerinnen und Schüler der Außenstelle. Dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins konnte Anfang des Jahres das alte, bereits etwas baufällige Modell durch einen passenden neuen Schrank ersetzt werden. In diesem werden nun kleinere Instrumente und Zubehör gelagert. In jeder Klasse kümmern sich jeweils drei Schüler darum, dass alles nach dem Gebrauch wieder an seinen richtigen Platz kommt.

Mediatorenfahrt

Lara Ahrens, 10f
Mittwoch, 11. März 2015




Im letzten Schuljahr sind an unserer Schule wieder einige Schülerinnen und Schüler in der Mediatoren-AG von Herrn Ende zu Schulmediatoren ausgebildet worden. Wir Mediatoren befinden uns in fast jeder Pause jeweils zu zweit im Raum O2/8 und versuchen, Konflikte, in die Schüler geraten sind, zusammen mit diesen zu lösen. Dafür kommen wir mit ihnen ins Gespräch und helfen ihnen dabei, selbständig eigene Lösungen für ihren Konflikt finden. Zu der Ausbildung zum Mediatoren an unserer Schule gehört eine zweitägige Fahrt, bei der bekannte Verfahren vertieft geübt und neue Impulse gesetzt werden sollen. In diesem Jahr waren wir am 26. und 27. Januar in der Jugendherberge Bad Zwischenahn.

Während unseres Aufenthaltes haben wir uns wiederholend mit den Verfahrensweisen der Mediation befasst und außerdem gelernt, wie man die Konfliktbeteiligten mit sogenannten „Überkreuzfragen“ dazu bringen kann, die Sicht des anderen auf den Streit besser zu verstehen. Außerdem haben wir für diese sogenannte „Konflikterhellung“ das zirkuläre Fragen kennengelernt, durch das man als Mediator nähere Informationen über das Problem des einzelnen Schülers erhalten und so den Schüler besser verstehen kann. Mithilfe der erlernten Techniken haben wir am nächsten Tag Einblicke in das Peer to peer Coaching erhalten, welches eine Art „Coaching unter Gleichgestellten“ ist. Alle diese neuen Elemente können wir in der Mediation nutzen, damit die Schüler besser zu einer eigenen Lösung ihrer Probleme gelangen können.

Neben der Arbeit hatte Herr Ende auch einige Spiele zur Auflockerung und zum Trainieren der Aufmerksamkeit vorbereitet. Zudem hatten wir zwischendurch genügend Pausen und abends Freizeit. Insgesamt waren wir also alle begeistert von der Fahrt und haben viel mitnehmen können.

Wir teilnehmenden Mediatoren (Robert A., Lara A., Malte H., Lara K., Tom K., Martin R., Bianca R., Domenic S. und Silas A.) danken Herrn Ende, dass er diese Fahrt mit uns unternommen hat, wie auch dem Förderverein, der uns finanziell unterstützt hat!

Das Frühlingsfest: Das wichtigste Fest in China

Shanshan Wang
Mittwoch, 04. März 2015




Das Frühlingsfest heißt auf Chinesisch Chun Jie (Chun bedeutet wörtlich Frühling, Jie heißt Fest). Das Frühlingsfest ist sowohl für die Han-Chinesen als auch für viele nationale Minderheiten traditionell das wichtigste Fest des Jahres. Dieses Fest ist ein bedeutender jährlicher Höhepunkt im Leben des chinesischen Volkes – vergleichbar mit dem Weihnachtsfest in Deutschland.

Das Frühlingsfest wird nach dem chinesischen Mondkalender am letzten Tag des Jahres gefeiert. Meistens ist das Ende Januar oder Anfang Februar. Das Datum ist nicht festgelegt. In diesem Jahr fällt es z.B. auf den 18. Februar 2015. Jedes chinesische Jahr wird einem der zwölf Tierzeichen zugeordnet. Diese sind Ratte, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Das Tierkreiszeichen hat also einen 12-Jahres-Zyklus. 2015 ist das Jahr des Schafs.

Das Foto zeigt chinesische Knoten, chinesische Kalligraphie und chinesische Scherenschnitte, welche die Schülerinnen und Schüler in meiner China-AG hergestellt haben.

Erfolgreiche Teilnahme bei „Jugend forscht“

Uwe Riegel
Mittwoch, 25. Februar 2015

Der diesjährige Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ fand am 12./13. Februar 2015 statt – wie immer wurde er in der Berufsbildenden Schule (BBS II) in Emden ausgetragen. Diesmal hatte der Wettbewerb Jubiläum: Ins Leben gerufen wurde er vor 50 Jahren, also im Jahr 1965, von Henri Nannen von der Illustrierten „Stern“. Aber auch die BBS II Emden konnte stolz zurückblicken, denn immerhin stellt sie seit nunmehr 32 Jahren den Austragungsort des Regionalwettbewerbs. 27 Mal waren wir als Schule in ununterbrochener Folge mit Schülern dabei. Diesmal waren in Emden 126 Teilnehmer mit 68 Projekten in den 7 Fachgebieten vertreten. Die meisten Projekte gab es in Biologie und erstaunlicherweise in Chemie. Unsere Schülerinnen und Schüler wurden von Herrn Dr. Höltkemeier und unserem ehemaligen Lehrer Herrn Riegel betreut.


Für die Wettbewerbsteilnahme ist eine schriftliche Arbeit (max. 15 Seiten) und ein Poster mit den Ergebnissen anzufertigen. Anhand des Posters stellen die Teilnehmer ihre Arbeit einer Jury aus Fachleuten vor. Aus den Bewertungen für diese drei Teile ergibt sich die Platzierung im Wettbewerb. Wie bei den Olympischen Spielen werden die drei ersten Plätze ausgezeichnet. Der Regionalsieger „Jugend forscht“ (ab 15 Jahren) fährt zum Landeswettbewerb Niedersachsen nach Clausthal-Zellerfeld/Harz an die dortige TU Clausthal. Die Jüngeren (ab Klasse 4) nehmen am Wettbewerb „Jugend forscht - Schüler experimentieren“ teil. Regionalsieger dieser Kategorie fahren zum Landeswettbewerb nach Oldenburg ins Ausbildungszentrum der EWE.

Die Teilnehmer des Gymnasiums und ihre Platzierungen:

1. Jugend forscht

2. Platz: Ole Riegel (10f) mit seiner Arbeit „Wasser ins Moor!“ (Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften). Als Sonderpreis bekam Ole außerdem ein Forschungspraktikum an der Hochschule Emden/Leer.

2. Jugend forscht – Schüler experimentieren:

Regionalsieger: Malte Hemmieoltmanns (8b) und Lasse Riegel (RDS) mit ihrer Arbeit „Wo ist das Meer geblieben?“ (Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften).

Regionalsieger: Oke Gembler und Tom Ole Bruns (beide 6d) mit ihrer Arbeit „Das Geheimnis der Zauberstifte“ (Fachgebiet Chemie). Alle vier Regionalsieger nehmen am Landeswettbewerb Niedersachsen (19.-21.03.2015 in Oldenburg) teil.

Außerdem hat noch Josephin Meyer (6a) mit ihrer Arbeit „Erforschung des Lebens am Augustfehnkanal im Winter“ (Fachgebiet Biologie) teilgenommen. Sie hat ihre Arbeit freiwillig ohne Betreuung durch eine Lehrkraft eingereicht.

Einen herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten – und weiterhin viel Spaß und Erfolg bei „Jugend forscht“!

„Jugend trainiert für Olympia“-Bezirksentscheid Tischtennis: Zweimal Platz 2, einmal Platz 4 für unsere Schulmannschaften

Jens Kolb
Donnerstag, 19. Februar 2015




Beim diesjährigen Bezirksentscheid im Tischtennis (Jugend trainiert für Olympia) waren 3 Teams des Gymnasiums Westerstede vertreten. Leider hat es trotz ansehnlicher Leistungen bei keinem dieser Teams für den ersten Platz gereicht, der die Qualifikation für den Landesentscheid bedeutet hätte.

Die WK3-Mädchen mussten als sehr junges Team drei Niederlagen hinnehmen (1:5 gegen Hage, 0:5 gegen Schinkel, 0:5 gegen Molbergen). Vielversprechend hingegen starteten die beiden anderen Mannschaften des Gymnasiums: Die Mädchen WK2 gewannen gegen Saterland 5:1, mussten dann aber gegen die starken Mädchen aus Emlichheim eine vom Ergebnis her deutliche Niederlage (0:5) hinnehmen – wobei einzelne Spiele äußerst umkämpft waren teilweise hauchdünn mit 2:3 verloren gingen. Die Jungen WK3 gewannen vielversprechend mit 5:0 gegen Leer, gegen Schinkel setzte es dann aber eine deutliche 0:5-Niederlage. Im Kampf um den zweiten Platz konnten sich die Westersteder schließlich in tollen, spannenden Spielen mit 5:3 gegen Saterland behaupten.

Le nouveau DELF est arrivé !

W. Kaschta
Mittwoch, 11. Februar 2015




Auch dieses Jahr haben wieder einige Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge unserer Schule das DELF-Sprachzertifikat erworben. Nach langer Wartezeit wurden die Ergebnisse im Januar endlich bekannt gegeben und die Diplome allen Anwesenden am vergangenen Donnerstag, 29. Januar 2015, vom Schulleiter überreicht.

Das Diplôme d’Etudes de la langue française ist das einzig auch international anerkannte Sprachdiplom für Französisch. In den Prüfungen, die bereits im letzten Sommer stattfanden, wurden das Lese- und Hörverstehen sowie die Textproduktion und das freie Sprechen getestet.

Das Sprachzertifikat kann für Schüler auf den unterschiedlichen Niveaus A1, A2, B1 und B2 erlangt werden. Da die Prüfungen in Frankreich korrigiert und von Muttersprachlern abgenommen werden, haben sie (leider) einen entsprechenden Preis. Deshalb bedanken sich alle Teilnehmer, die sich überwiegend im Rahmen der DELF-AG auf die Prüfung vorbereiteten, recht herzlich für die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein des Gymnasiums! Die Teilnahme an der AG zur Vorbereitung ist nicht verpflichtend, aber wünschenswert. Genauso ist es möglich, an der AG teilzunehmen, ohne eine Prüfung abzulegen. Sie ist jederzeit für Schülerinnen und Schüler ab Jg. 7 geöffnet, die sich für die französische Kultur, Landeskunde und v.a. Sprache interessieren!

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17. Juni 2015 , 17:00

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Westerstede Apen
1./2. Stunde
     8:00 - 9:30
1./2. Stunde
     8:00 - 9:35
1. große Pause
     9:30 - 9:50
1. große Pause
     9:35 - 9:55
3./4. Stunde
     9:50 - 11:20
3./4. Stunde
     9:55 - 11:30
2. große Pause
     11:20 - 11:45
2. große Pause
     11:30 - 11:45
5./6. Stunde
     11:45 - 13:15
5./6. Stunde
     11:45 - 13:20
Mittagspause
     13:15 - 14:10
Mittagspause
     13:20 - 14:00
7./8. Stunde
     14:10 - 15:40
7./8. Stunde
     14:00 - 15:30