Aus dem Schulleben

Eine erfahrungsreiche Reise der Fußball-Schulmannschaft

Jannes Warnken (10d)
Dienstag, 26. Juli 2022




Nach zwei coronabedingten Jahren Pause des Fußball-Schulturniers traten wir, die WK II-Jungs (Jahrgänge 2006-2008), dieses Jahr wieder bei dem Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ an. Die Reise begann am 11. Mai nach monatelangem Training in der Fußball-AG auf der heimischen Hössensportanlage mit dem Kreisentscheid, bei dem wir uns auf dem Kunstrasen mit der KGS Rastede und dem Gymnasium Bad Zwischenahn/Edewecht messen durften und um den Einzug in den Kreisgruppenentscheid kämpften. Im ersten Spiel für uns gegen die KGS Rastede zeigten wir unser ganzes Können und konnten mit tollen Kombinationen und Toren das Duell mit 5:1 für uns gewinnen. Danach kam es zum Entscheidungsspiel um die nächste Runde gegen das Gymnasium Bad Zwischenahn/Edewecht. Wir gingen früh mit 1:0 in Führung, doch anschließend übernahmen die Gäste das Ruder und drängten uns tief in die eigene Hälfte, mit kaum Entlastung nach vorne unsererseits. Es kam dann folgerichtig zum verdienten Ausgleich. Doch wir ließen uns davon nicht aus dem Konzept bringen, mobilisierten nochmals alle Kräfte und setzten uns zum Schluss verdient mit 3:1 durch. Der erste Schritt war getan, wir zogen in die nächste Runde, den Kreisgruppenentscheid, ein. Das Trainerduo König/Ahmadi war am Ende des Tages hochzufrieden mit der gezeigten Leistung. Wir hatten sowohl fußballerisch als auch kämpferisch eine gute Leistung geboten.

Die Fortsetzung der Reise fand am 2. Juni mit dem Kreisgruppenentscheid auf der Hössen statt. Nach Absagen zweier anderer Teams mussten wir lediglich über eine Spieldauer von 2 x 35 Minuten gegen die KGS Wittmund antreten. Zwar gewannen wir das Spiel wieder deutlich mit 4:1, doch wir ließen uns zu oft von der teilweise unfairen und aggressiven Spielweise des Gegners anstecken und konzentrierten uns zu wenig auf unsere Stärken. Dennoch war es eine ordentliche Leistung, die den Einzug ins Bezirksfinale bedeutete.

Der Bezirksentscheid fand am 20. Juni auf der Sportanlage des Regionalligisten BW Lohne statt. Wir trafen uns früh an der Brakenhoffhalle und machten uns dann gemeinsam mit dem Bus auf den Weg nach Lohne. Im Gepäck hatten wir ein neues, vom Trainerduo König/Ahmadi ausgetüfteltes taktisches System mit zwei Stürmern und den von Jelle Haase initiierten neuen Schlachtruf („Rhodo-dendron“), der das Ammerland bzw. unsere Stadt Westerstede symbolisieren sollte. Nun zum Wesentlichen: Die insgesamt sechs Mannschaften wurden zu zwei Dreiergruppen aufgeteilt, so dass es zuerst zwei Gruppenspiele über 2 x 10 Minuten gab, in denen wir um den Halbfinaleinzug kämpften. Wir erwischten leider die deutlich stärkere Gruppe, wie sich im Nachhinein herausstellte, denn unsere Gruppengegner standen sich am Ende des Turniers im Finale wieder gegenüber. Zuerst trafen wir auf das Schulzentrum „Sonnenhügel“ aus Osnabrück – eine der wenigen DFB-Eliteschulen im Land. Der neue königliche Schlachtruf vor dem Spiel verleihte uns eine Extra-Portion Motivation. Dieser zusätzliche Schub war auch notwendig, denn das gegnerische Team bestand aus zahlreichen Spielern, die aktuell beim VfL Osnabrück im Nachwuchsleistungszentrum spielen und somit eine sehr gute fußballerische Ausbildung genießen. Wir waren also der klare Underdog. Dennoch verkauften wir uns sehr teuer, konnten auf dem hohen Niveau mithalten und spielten uns auch viele Torchancen heraus. Als der Schlusspfiff ertönte, hieß es jedoch aus unserer Sicht leider 0:2, sodass wir das erste Gruppenspiel als Verlierer beendeten. Im zweiten Gruppenspiel gegen die starke Truppe vom Franziskusgymnasium Lingen ging es also um alles oder nichts. Trotz einer erneut starken Leistung hatten wir wieder mit 0:2 das Nachsehen und verpassten daher das Halbfinale: Das Ende einer langen Reise. Die mangelnde Chancenverwertung und einfache Fehler, die auf diesem Niveau eiskalt bestraft wurden und zu Gegentreffern führten, hinderten uns daran, an diesem Tag mehr zu erreichen.

Doch war dies kein Grund, um traurig zu sein, vielmehr überwiegte der Stolz auf das Erreichte. Denn wir hatten im Vergleich zu allen Gegnern, auf die wir auf unserer Reise trafen, einen deutlich jüngeren Kader, da die gegnerischen Mannschaften bis auf kleine Ausnahmen nur aus Spielern des Jahrgangs 2006 bestanden, wobei wir nur fünf 2006er dabei hatten.

Abschließend kann man also sagen, dass wir aus unseren Möglichkeiten das Maximum herausgeholt haben. Für uns alle war es eine tolle Erfahrung, die wir so schnell nicht vergessen werden. Außerdem war es besonders, dass wir außerhalb des Vereinssports gegen Mannschaften aus ganz anderen Regionen und gegen Spieler, die sonst in viel höheren Ligen aktiv sind, spielten und dass viele von uns auch so einiges von den eigenen Mitspielern lernen konnten, die ebenfalls auf einem höheren Niveau im Verein spielen. Zudem war es ein schönes schulgemeinschaftliches Erlebnis, da unsere Mannschaft aus Spielern mehrerer Jahrgänge und Klassen bestand. Wir lernten neue Gesichter kennen und entwickelten uns zu einer Einheit – insgesamt eine tolle Sache, für die wir uns bei Herrn König bedanken wollen, der uns das alles ermöglicht hat. Für seinen unermüdlichen Einsatz in den zahlreichen Trainingseinheiten in der Fußball-AG und in der sonstigen Organisation können wir nicht oft genug Danke sagen, denn das alles ist nicht selbstverständlich, und das Turnier ist ein Event, an dem nur wenige Schulen teilnehmen. Für das nächste Schuljahr hoffen wir auf eine erneute Teilnahme und auf eine wieder so erfolgreiche Reise!

Klassenfahrt der 10a nach Lautenthal im Harz

Vanessa und Emilie, 10a
Montag, 18. Juli 2022




Am 04.07.2022 kam die 10a, nach einer achtstündigen Zugfahrt mit vielen Komplikationen, im schönen Lautenthal an. Die Klasse freute sich, vier Tage lang in einem großen Haus nur für sich zu wohnen, zu leben und zu kochen. Doch die Realität zeigte uns, dass es nicht nur Komplikationen beim Zugfahren geben kann, sondern auch beim Liefern der Brötchen, sodass wir täglich den Brötchenbestand unseres ,Nahkaufs‘ aufkaufen mussten.








Natürlich war die Klassenfahrt mit der dreistündigen Wanderung bergauf durch die Harzer Berge zur Sommerrodelbahn auch sportlich geprägt!

Der letzte Tag wurde dann mit einem frühen Besuch des Bergbaumuseums, einem Spielenachmittag und einem Grillabend mit einer Runde Werwolf am Lagerfeuer beendet. Zusammenfassend kann man sagen, dass es eher ein Abenteuerurlaub als eine Klassenfahrt war!

Sportabzeichen-Wettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe

Julia Timling, LzO
Montag, 11. Juli 2022




Europaschule Gymnasium Westerstede unter den bundesweiten Preisträgern, LzO überreicht Preisgeld in Höhe von 2 000 Euro.

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist seit 2008 nicht nur Partnerin des Deutschen Olympischen Sportbundes und damit Förderin des Leistungssports, sondern auch Partnerin des Deutschen Sportabzeichens. Seit Beginn dieser Partnerschaft gibt es jedes Jahr den Sportabzeichen-Wettbewerb, der nicht nur sportliche Leistungen auszeichnet, sondern auch herausragendes Engagement ehrt. Sportlich aktive Schulen, Vereine und Institutionen können am Wettbewerb teilnehmen und sich somit die Chance auf sportbezogene Preisgelder in Höhe von bis zu 100.000 Euro Gesamtwert sichern. Die Europaschule Gymnasium Westerstede hat nun einen der begehrten Geldpreise gewonnen.

Die Auszeichnung der bundesweit sportlichsten Teams erfolgte in den Themenschwerpunkten Inklusion, Innovation, Integration, Kooperation, sportliche Leistungen und Sonstiges. Mit ganz besonderem Engagement für das Deutsche Sportabzeichen präsentierte sich dabei die Europaschule Gymnasium Westerstede. Sie kann sich nun über einen sachbezogenen Geldpreis in Höhe von 2.000 Euro freuen. Olaf Harbers, Leiter der LzO-Filiale in Westerstede, übergab den Gewinn nun im Rahmen der Sportabzeichentage an Robert König, Lehrer und Leiter der Fachgruppe Sport, sowie an dessen Kolleginnen und Kollegen. „Sport fördern heißt, Standorte lebenswert machen“, begründete Harbers das sportliche Engagement der LzO. „Wir legen seit Jahren hohen Wert auf die Förderung des Breitensports in der Region – und das nicht nur im Rahmen des Sportabzeichen-Wettbewerbs.“

Neues Jahr – neue Chancen. Auch in diesem Jahr sucht der Deutsche Olympische Sportbund gemeinsam mit der Sparkassen-Finanzgruppe auf www.sportabzeichen-wettbewerb.de bundesweit besonderes Engagement für das Deutsche Sportabzeichen. Bewerbungen werden bereits in Empfang genommen.

Schulfaustball-Turnier in Brettorf: Westersteder Oberstufenschüler erfolgreich!

Jens Kolb
Montag, 04. Juli 2022




Mit einem 7., 5. und 2. Platz im Gepäck sind die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Westerstede am 23.06.2022 vom diesjährigen Schulfaustball-Turnier aus einer der Faustball-Hochburgen im Landkreis Oldenburg zurückgekehrt. Bei bestem Wetter und guter Stimmung wurden die Spiele auf der Sportanlage des TV Brettorf absolviert – gespielt wurde in den Altersklassen 1 und 2 (von der 9. bis zur 12. Klasse).

"Es ist toll, mal gegen andere Teams zu spielen!", freut sich Lehrer J. Kolb: "Die Schüler waren noch einmal neu motiviert und begeistert! Es hat wirklich Spaß gemacht."

„Flucht ohne Ende“ – renommierter Migrationsexperte spricht im Rahmen des Westersteder Wissenschaftsforums am Gymnasium

H. Kratsch
Dienstag, 21. Juni 2022




Dass Wanderungsbewegungen seit jeher fester Bestandteil menschlichen Lebens sind, ist inzwischen wohl unumstritten. Neben vielen Formen freiwilliger Migration sind dabei insbesondere Flucht, Vertreibung und Deportation Spezifika, die in Vergangenheit, Gegenwart und wohl auch Zukunft die Geschichte der Menschheit mitbestimmten und weiter prägen werden.

Zu einer Vortragsveranstaltung im Rahmen des Wissenschaftsforums hatte die Europaschule Gymnasium Westerstede am Donnerstagabend in die Aula geladen. Henning Kratsch als Schulleiter des Gymnasiums sowie Dr. Daniel Osewold als Organisator des Westersteder Wissenschaftsforums zeigten sich erfreut, mit Jochen Oltmer einen der führenden Experten des Landes im Bereich der Migrationsforschung begrüßen zu können.

Oltmer, Professor am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück, warf in seinen Ausführungen insbesondere einen Blick auf die Bedingungen, Formen und Folgen gewaltbedingter Migration sowie auf die Hintergründe dieser Prozesse.

Inhaltlich fundiert, launig und sprachlich prägnant präsentierte der Historiker die vielschichtigen Bereiche der Migrationsforschung. Ausgehend von vielfältigen freiwilligen Formen der Migration, etwa zur Verwirklichung vermeintlich besserer Lebenschancen (z.B. Auswanderer in die USA; Bildungs- oder Arbeitsmigranten) schlug der Historiker einen Bogen vom 20. Jahrhundert als Jahrhundert der Flüchtlinge hin zu aktuellen Herausforderungen etwa mit Blick auf die Zufluchtsbewegungen aus der Ukraine. Auch wenn natürlich jede Epoche ihre Eigenheiten hat, wurden die großen Linien und vergleichbaren Muster gewaltbedingter Migration in Europa doch allzu gut deutlich. Des Weiteren skizzierte Oltmer die immer wiederkehrenden Debatten, die in Deutschland und Europa über die Aufnahme und Nichtaufnahme von Schutzsuchenden geführt werden: Hier plädierte er für einen kritischen, reflektierten Umgang insbesondere mit Begriffen, Bildern und Debatten.

Da Migration als Konstante historischer Geschehnisse seit Jahren auch fester Bestandteil der niedersächsischen Lehrpläne im Fach Geschichte in der gymnasialen Oberstufe ist, hatte sich Professor Oltmer bereit erklärt, schon am Nachmittag mit Schülerinnen und Schülern der Geschichtskurse im Jahrgang 12 ins Gespräch zu kommen. Insbesondere mit Blick auf aktuelle Unterrichtsthemen wie „die Völkerwanderung“ wurden die Chancen und Grenzen der Anwendung heutiger Theorien und Konzepte auf Phänomene der alten Geschichte diskutiert. Hier zeigte sich der Historiker nicht nur als kenntnisreicher Gesprächspartner, sondern es gelang ihm zudem, die Schülerinnen und Schüler immer wieder auch für die eigentlichen Zielsetzungen des Faches Geschichte zu sensibilisieren: kritischer, reflektierter Umgang mit Informationen, Begrifflichkeiten und Konzepten sowie daraus resultierende Urteilsfähigkeit. Es sind ebendiese Fertigkeiten, derer es gerade in der heutigen Informationsgesellschaft mehr denn je bedarf.

Jonas Burgdorff erfolgreich im Finale der Mathe-Olympiade in Göttingen

Dr. Thomas Burgdorff
Dienstag, 14. Juni 2022




Der 21. Mai 2022 war ein besonderer Tag für Jonas Burgdorff aus der Klasse 5d, nicht nur weil er nach Göttingen fahren durfte, sondern weil er seine Schule bei der Finalrunde der Mathematik-Olympiade in Niedersachsen vertreten konnte.

Die Olympiade ist ein Einzelwettbewerb, der getrennt nach Klassenstufen verläuft, jährlich bundesweit angeboten wird, aber in jedem Bundesland selbstständig durchgeführt wird. Jedes Jahr nehmen 40.000 Teilnehmer von über 1.300 niedersächsischen Grundschulen und weiterführenden Schulen an diesem Wettbewerb teil.

Bereits in den beiden Jahren zuvor hatte sich Jonas in der 3. und 4. Klasse für die sogenannte Landesrunde qualifiziert und jeweils einen 1. und 2. Preis gewonnen. Dieses Jahr war es aber das erste Mal für Jonas, dass er zum Mathematischen Institut der Universität Göttingen fahren durfte. Dazu gehörte auch ein frühes Aufstehen am Samstag, aber die Müdigkeit war schnell verflogen, als er dann vor dem Gebäude der Universität Göttingen stand und dort schon viele Eltern und Kinder gespannt auf den Beginn der Klausur warteten. Nach 3 Stunden hoher Konzentration und Nachdenken über die besten Lösungswege war das Mittagessen draußen auf dem Gelände des Instituts sehr willkommen. Die Eltern, die aus allen Teilen Niedersachsens angereist waren, hatten in der Zwischenzeit bereits eine interessante Stadtführung in Göttingen genießen können und lustige Anekdoten über die Geschichte der Stadt und ihre Persönlichkeiten gehört.

Natürlich war die Anspannung nach der Klausur noch nicht komplett verschwunden, weil jetzt alle Finalisten und ihre Eltern auf die Verkündung der Ergebnisse warteten. Zwischendurch gab es noch die Möglichkeit, etwas Praktisches zu machen und mit Holzstäben stabile Brücken zu konstruieren, sowie die Gelegenheit, einen echten Hörsaal kennenzulernen, in dem der YouTuber Andreas Sens einige spannende Aufgaben seiner Jagt Mr X - Mathe-Show vorstellte und zum Mitmachen einlud.

Dann war es aber soweit und die Ergebnisse der Klausur lagen vor. Vor der Siegerehrung in der prächtigen und ehrwürdigen Aula der Universität Göttingen stand aber noch ein kleiner Fußmarsch durch die lebhafte Innenstadt an. Die offizielle Zeremonie mit der Verleihung der Preise bildete den Höhepunkt dieses ereignisreichen Tages. Auch wenn alle Finalisten bereits Gewinner waren, weil sie sich für diese finale Landesrunde qualifiziert hatten, gab es am Ende auch einige Enttäuschungen, weil naturgemäß nicht alle einen Preis gewinnen konnten.

„Der schönste Moment war, als ich auf der Bühne stand, mit einer Bronzemedaille und einer Urkunde in der Hand. Über den 3. Preis habe ich mich sehr gefreut und möchte mich bei meiner Mathelehrerin Frau Weber, dem Fachobmann für Mathematik Herrn Gradl und meinem Klassenlehrer Herrn Zäck für ihre Begleitung und Unterstützung bedanken. Auf die nächste Matheolympiade freue ich mich schon jetzt!“, so Jonas.

Besuch des Ministerpräsidenten an unserer Schule

Tjark Ubbens und Jonas Köster (11a)
Montag, 30. Mai 2022




Am Montag, 23. Mai 2022 wurde unsere Schule vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil besucht, der sich in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Europas Innen- und Außenpolitik“ den Fragen von Schülerinnen und Schülern stellte.

Nachdem das Schulorchester den Ministerpräsidenten mit der Europa-Hymne begrüßt hatte, eröffnete unser Schulleiter Henning Kratsch die Veranstaltung. Auch Stephan Weil begann mit einer kurzen Rede, in welcher er einige Hintergründe zur Situation unseres heutigen Europas erläuterte. Im Anschluss an einen weiteren Beitrag des Orchesters begann die Podiumsdiskussion.

Neben der Moderatorin Sarah und dem Moderator Tim nahmen sechs weitere Schülerinnen und Schüler aus dem elften Jahrgang an dem politischen Diskurs mit Stephan Weil teil. Eingeleitet durch einen Impulsvortrag des Schülers Jona widmete sich der erste Teil der Diskussion der Frage nach der inneren Stabilität der Europäischen Union. Ein zweites Thema auf dem Podium war daraufhin die von der Schülerin Elsi eingeleitete Frage nach einer möglichen Ungleichheit zwischen der Flüchtlingspolitik des Jahres 2015 und jener der aktuellen Ukrainekrise.

Im Nachgang zu den aus den Impulsvorträgen resultierenden Diskussionen konnten auch die Zuhörerinnen und Zuhörer noch Fragen stellen. In diesem Zuge widmete sich Stephan Weil beispielsweise kommenden Gesetzesänderungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Am Schluss der Podiumsdiskussion stand dann noch die Nachfrage, wann „Bubatz“, also Cannabis, legalisiert würde, was den Ministerpräsidenten sichtlich verwirrte, jedoch nicht aus dem Konzept brachte.

Beendet wurde die Veranstaltung mit dem Lied „I have a dream“, vorgetragen vom Schulchor, und Schlussworten unseres Schulleiters. Der Ministerpräsident, von der Professionalität der Schülerinnen und Schüler in der Podiumsdiskussion positiv überrascht, bedankte sich ausdrücklich für diese sehr gelungene und gut vorbereitete Diskussionsrunde.

Großzügige Spende der Europaschule Gymnasium Westerstede an das Rhein-Gymnasium Sinzig

Dörte Berresheim, Rhein-Gymnasium Sinzig
Freitag, 20. Mai 2022




Am Freitag, 13. Mai 2022 fand die offizielle Übergabe einer großen Geldspende der Europaschule Gymnasium Westerstede (Niedersachsen) an das Rhein-Gymnasium auf dem Sinziger Schulhof statt. Vier Mitglieder des Westersteder Kollegiums und zwei Schülervertreter waren persönlich angereist, um die einzigartige Spendensumme von 18.500 Euro an die Schulgemeinschaft des RGS zu überreichen und um sich vor Ort ein Bild vom Zustand nach der Flutkatastrophe zu machen.

Nachdem die Westersteder Schule bereits im November 2021 Kontakt mit Sinzig aufgenommen hatte, wurde eine große Hilfsaktion für das von der Flutkatastrophe betroffene Rhein-Gymnasium geplant. In der letzten Märzwoche fand nach monatelanger Vorbereitung ein Sportfest in Westerstede statt, an dem die ganze Schulgemeinschaft beteiligt war. Für diese Hilfsaktion unter dem Motto „Wir bewegen uns! Wir bewegen etwas!“ hatten die Schülerinnen und Schüler der Europaschule Gymnasium Westerstede zuvor Sponsoren im privaten Umfeld geworben. Die Sportlehrerinnen und Sportlehrer hatten einen viertägigen Sportwettkampf für alle Jahrgangsstufen organisiert und alle Beteiligten waren mit großer Motivation für die gute Sache angetreten. Diesem Engagement und der überwältigenden Spendenbereitschaft der Westersteder ist es zu verdanken, dass jetzt diese große Geldsumme übergeben werden konnte.

Am Rhein-Gymnasium Sinzig ist diese Hilfe sehr willkommen. Nach der Flut im Sommer 2021, bei der die gesamte Sporthalle, der Ganztagsbereich und große Bereiche des Schulhofs zerstört wurden, muss an den Gebäuden in den nächsten Monaten noch viel saniert und instand gesetzt werden. Am schwersten getroffen hat es jedoch die Bereiche Musik, Theater und Sport, die „Seelen unserer Schule“, so Schulleiter Jens Braner. „In der Flut haben wir Violinen und Violoncelli verloren, die unseren Streicherklassen zur Verfügung gestellt werden konnten. Noch schlimmer hat es unsere Theater-AG getroffen. Seit 35 Jahren produzieren hier Schüler für Schüler Theater. Die komplette Bühnenwerkstatt, der Fundus, die Regiewerkstatt, alles wurde zerstört und wird größtenteils nicht ersetzt werden. Hinzu kommt die Turnhalle, die nicht mehr benutzt werden kann. Das ist für den Schulsport katastrophal.“ Es ist deshalb kein Zufall, dass die Sportfachgruppe aus Westerstede bei der Organisation und Durchführung der Spendenaktion eine tragende Rolle spielte.

Neben dem Westersteder Schulleiter Henning Kratsch waren die Initiatoren der Hilfsaktion Thomas Hundhausen und Joachim Pohlig sowie deren Kollegin Simone Buten angereist, um den symbolischen Spendenscheck zu überreichen. Begleitet wurden sie von den Schülervertretern Sönke Harms und Tim Folkerts, die bereits im Vorfeld mit der Sinziger SV Kontakt aufgenommen hatten. Die Gäste zeigten sich tief betroffen von der Situation in Sinzig und im Ahrtal, wo man auch Monate nach der Flut das Ausmaß der Zerstörung immer noch sehen kann. Der Schulleiter Jens Braner und der Sportlehrer Jochen Diller führten die Westersteder Delegation über das Schulgelände und in die Sporthalle, die sich nach wie vor im Rohbau befindet. Der Leiter der Sinziger Theatergruppe Marc Steuer zeigte den Gästen einen Filmzusammenschnitt früherer Theateraufführungen, was die anschließende Begehung des zerstörten Ganztagsbereichs umso trauriger machte.

Bei der Übergabe der Spende dankte Braner im Namen der Schulgemeinschaft des RGS allen Kollegen und Kolleginnen, allen Schülerinnen und Schülern und den Eltern aus Westerstede für die große Hilfe und das Engagement. Die Sinziger zeigten sich überwältigt von der Solidarität und Unterstützung von Gymnasium zu Gymnasium. Mit dem Spendengeld wird etwas bewegt werden können! Am Rhein-Gymnasium hoffen nun alle auf einen schnellen Wiederaufbau der zerstörten Gebäudeteile. Wenn das geschehen ist, dann können dank der vielen Spenden die wichtigen Bereiche des Schullebens Theater, Musik und Sport finanziert und endlich wiederbelebt werden.

(Dieser Text ist auch auf der Homepage des Rhein-Gymnasiums Sinzig und zudem am 17.05.2022 in der Rhein-Zeitung erschienen.)

Ahrtal-Spendenaktion: Ein voller Erfolg!

R. König, J. Pohlig
Sonntag, 24. April 2022




Unter dem Motto „Wir bewegen uns! Wir bewegen etwas!“ hat unsere Schule in der Woche vor den Osterferien ein Sportfest gefeiert, an dem die gesamte Schulgemeinschaft beteiligt gewesen ist. Jeweils eine Klassenstufe war dabei in dem eigens dafür erschaffenen Wettbewerb „Schlag den Jahrgang!“ für die Dauer von je drei Unterrichtsstunden in der Hössenhalle sportlich aktiv.

Das Ziel bestand darin, Spendengelder zu erspielen, die dem von der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 betroffenen Rhein-Gymnasium Sinzig (Ahrtal) zugutekommen sollen, um hier den Wiederaufbau der besonders schwer geschädigten Bereiche Theater, Musik und Sport zu unterstützen. Gleichzeitig war es uns ein großes Anliegen, unseren Schülerinnen und Schülern nach langen Monaten pandemiebedingten Verzichts nun endlich wieder einmal die Möglichkeit zu geben, in einem vielseitigen Wettstreit sportliche Gemeinschaft zu erleben.

Gemeinsam wetteifern und spielend Gutes tun

Nach dem bekannten Spendenmodell hatten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor im privaten Umfeld Sponsorinnen und Sponsoren gesucht. Für jeden individuell im Wettbewerb erkämpften Punkt – 6 Punkte pro Spiel waren möglich – sollte ein selbst gewählter Geldbetrag in Aussicht gestellt werden. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler ging in mindestens einem Spiel für die Klasse an den Start. In kleinen Teams (2-5 Mitglieder) mussten die von der Fachgruppe Sport ideenreich zusammengestellten sportlichen Herausforderungen bewältigt werden. Ohne die konkreten Aufgaben vorab zu kennen, hatten sich die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer motorischen Stärken (Schnelligkeit, Ausdauer, Wendigkeit oder Ballgefühl…) den Wettspielen zugeordnet. Alle sportlichen Angebote erforderten Kooperation untereinander und waren entweder Adaptationen bekannter Spielideen (z.B. Kleinfeld-Faustball, Ninja-Parcours, 4-Matten-Fangspiel oder Hallenbiathlon) oder aber Neuschöpfungen der Sportlehrkräfte („Mattencurling“, „Frisbee-Basketball“ oder die Brennballvariante „Ammerland“).

Gute Stimmung bei den Wettbewerben

Die Sportlehrerinnen und Sportlehrer hatten sich auch über die eigentlichen Wettspiele hinaus so einiges einfallen lassen, und so waren sie während der insgesamt vier Veranstaltungstage durchweg als Ordner und Spielerklärer, mal als Schiedsrichter, mal als Sparringsgegner und nicht zuletzt natürlich als Motivatoren in vollem Einsatz. Dank der guten Organisation im Vorfeld folgte hier Spiel auf Spiel, der Punktestand war dabei für alle aktuell zu verfolgen. Eine Übertragungsanlage, dankenswerterweise gestellt von der Firma Coldewey, machte es möglich, dass auch die pausierenden Mitschülerinnen und Mitschüler, pandemiebedingt aus der Distanz von der Tribüne aus, das Geschehen gebannt verfolgen konnten. Hinzu kam die mitreißende Moderation des Sportlehrers Felix Zimmer – so herrschte in der Hössensporthalle vier Tage lang eine tolle Wettkampfatmosphäre! Dieses neue Modell der Schulsport-Spendenveranstaltung hat sich bereits jetzt bewährt, es muss nicht immer der klassische Sponsorenlauf sein.

Toller Abschluss der Woche

Zum Abschluss der Woche dankte Schulleiter Henning Kratsch den Schülerinnen und Schülern im Rahmen mehrerer Siegerehrungen der Jahrgänge auf dem Pausenhof für ihre großartigen Leistungen. Die SV sorgte an diesen letzten Schultag vor den Osterferien mit großem Aufwand dafür, dass die Woche auch kulinarisch in toller Erinnerung bleiben wird – vielen Dank dafür! Die abschließende Auswertung der Spendenaktion erfolgt noch, es zeichnet sich aber bereits ab, dass eine erfreulich hohe Geldsumme für das Sinziger Gymnasium erspielt worden ist. Sobald ein Endbetrag feststeht, wird dieser natürlich sofort bekanntgegeben. Aber auch die jahrgangsbesten Klassen und Kurse (5e, 6b, 7b, 8e, 9c, 10e, 11a, 12 Mö/Km) durften sich freuen: Es gab mit freundlicher Unterstützung des Schulträgers Gratis-Eintrittskarten für einen Besuch des Hössenbads!

Ahrtal-Aktion

H. Kratsch
Mittwoch, 16. März 2022




Liebe Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrte Eltern- und Erziehungsberechtigte,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Freunde und Gönner des Gymnasiums Westerstede,

mit großem Entsetzen habe ich – wie vermutlich wir alle – im vergangenen Juli die Berichterstattung über die Flutkatastrophe im Ahrtal und in anderen Regionen unseres Landes verfolgt. Jener sonst eher unscheinbare, liebliche Fluss, den ich zuletzt vor einigen Jahren besucht hatte, war zu einem reißenden, ja vernichtenden Strom angeschwollen, der mit unvorstellbarer Naturgewalt und riesigen Wassermassen Menschen, Fahrzeuge und ganze Gebäude mit sich riss.

Vor diesem Hintergrund begrüße ich als Schulleiter der Europaschule Gymnasium Westerstede die geplante Aktion zum Einwerben von Spendengeldern für das Rhein-Gymnasium in Sinzig ausgesprochen und hoffe, dass es uns gelingt, einen signifikanten Geldbetrag zu erzielen, um der Schulgemeinschaft in Sinzig zu helfen. Insbesondere freut es mich, dass wir mit dem Rhein-Gymnasium eine Schule gefunden haben, die unserer sehr ähnlich ist und der wir sehr konkret in ausgewählten Bereichen, die eben nicht sofort vom Staat oder von Versicherungen ersetzt werden, helfen können. Musik, Theater und auch Sport sind hier nur einige Bereiche, in denen es nach wie vor an Vielem mangelt.

Einen ausführlichen Bericht und eindrucksvolle Bilder von den Zerstörungen, die die Flut angerichtet hat, sowie auch das Blatt zum Einwerben von Sponsorengeldern finden Sie unten verlinkt.

Natürlich ist uns allen bewusst, dass auch andere Krisen unserer Aufmerksamkeit bedürfen und das mediale und gesellschaftliche Augenmerk aktuell sicherlich eher auf dem schrecklichen Krieg in der Ukraine und den damit einhergehenden Fluchtbewegungen liegt. Da verschiedene Akteure unserer Schule jedoch auch hier bereits aktiv geworden sind, indem etwa Sachspenden eingeworben wurden und wir gemeinsam als Schulgemeinschaft unsere Solidarität mit den Opfern des Krieges bekundet haben, erscheint es mir gleichwohl als richtig, die seit einem Vierteljahr intensiv vorbereitete Hilfsaktion für eine Schule im Flutgebiet durchzuführen. Denn nur weil ein Thema die Schlagzeilen nicht mehr beherrscht, bedeutet dies ja nicht, dass die damit zusammenhängende Not bereits völlig gelindert ist.

Mein Dank gilt allen an der Organisation Beteiligten, insbesondere Herrn Hundhausen und Herrn Pohlig als Initiatoren, den Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe, engagierten Schülerinnen und Schülern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Elternschaft und nicht zuletzt auch der Fachgruppe Sport für ihr großartiges Engagement.

Ich wünsche uns allen eine erfolgreiche Wettkampfwoche, die hoffentlich nicht nur viele Spendengelder generieren wird, sondern uns als Schulgemeinschaft auch die Möglichkeit gibt, nach den langen Monaten der Pandemie einmal wieder gemeinsam „in Bewegung“ zu kommen, um – ganz im Sinne des Mottos der „Ahrtal-Aktion“ – etwas Gutes „zu bewegen“.

Mit freundlichem Gruß und herzlichem Dank für Ihre und eure Unterstützung

Henning Kratsch
Schulleiter


Links:
Bericht über die Flutkatastrophe und die Hilfsaktion
Blatt zum Einwerben von Sponsorengeldern
Bilder der Flutschäden am Rhein-Gymnasium Sinzig




Ausflug ins Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg

Jonathan Pehl, 5d
Montag, 28. Februar 2022




Am 10.12.2021 haben die Klassen 5d und 5e des Gymnasiums Westerstede einen Ausflug ins Oldenburgische Landesmuseum Natur und Mensch gemacht. Dort ging es in einer Führung vor allem um die Exponate zum Thema Alt-und Jungsteinzeit.








Hier gab es viele interessante Dinge zu sehen: Neben einem detailgetreuen Nachbau einer Grabkammer aus der Jungsteinzeit fanden wir vor allem die echten Moorleichen besonders spannend.

Sie sind für ihr Alter sehr gut erhalten, da sie unter dem Wasser und Schlamm nahezu luftdicht eingeschlossen waren. Haut, Gewebe, Haare und Knorpel wurden so konserviert. Die Knochen und die Zähne wurden jedoch zerstört, was daran liegt, dass durch die Zersetzung von Torfmoosen eine Säure gebildet wird, die diesen den Kalk entzieht, wodurch sie an Stabilität verlieren und sich auflösen. Alle Moorleichen haben rote Haare, was ebenfalls durch die Säure im Moor verursacht wird.

Gegen Ende der Führung durften sich alle Kinder ein Schieferamulett anfertigen. Und das ging so: In eine Schieferscheibe, die bereits mit einem kleinen Loch versehen war, konnten wir mit Hilfe eines kleinen Faustkeils ein beliebiges Motiv einritzen. Manche von uns arbeiteten auch noch ein Stückchen Leder in das Amulett mit ein. Zum Schuss fädelten wir noch ein festes Strohband durch das Loch, damit wir uns das Amulett um den Hals hängen konnten. So haben es vermutlich auch die Menschen in der Steinzeit getan.

Zusammenfassend kann man aus Schülersicht sagen, dass es ein sehr schöner und lehrreicher Ausflug war. Vor allem war es interessant zu sehen, wie echte Werkzeuge und Waffen aus der Steinzeit aussahen und wie gut sie auch heute noch funktionieren.

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Unterrichtszeiten

Stunde

Westerstede

Apen

1./2. Stunde 08:00 - 09:30 08:00 - 09:35
1. große Pause 09:30 - 09:50 09:35 - 09:55
3./4. Stunde 09:50 - 11:20 09:55 - 11:30
2. große Pause 11:20 - 11:45 11:30 - 11:45
5./6. Stunde 11:45 - 13:15 11:45 - 13:20
Mittagspause 13:15 - 14:10 13:20 - 14:00
7./8. Stunde 14:10 - 15:40 14:00 - 15:30

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